Deutsch-niederländisches Interreg-Projekt stärkt bei Nachfolge, Strategie und Zukunftsfähigkeit.
Nach Projektauftakt am 1. Juni 2026 machen sich Familienunternehmen gemeinsam fit für die Zukunft.
Familienunternehmen sind ein zentraler Motor der regionalen Wirtschaft. Sie sichern Arbeitsplätze, bilden aus, investieren in ihre Standorte und übernehmen Verantwortung in ihren Städten und Gemeinden. Gleichzeitig stehen viele dieser Betriebe vor weitreichenden Zukunftsfragen: Wie gelingt die Unternehmensnachfolge? Wie bleibt das Unternehmen attraktiv für die nächste Generation? Welche Chancen bieten Digitalisierung, Nachhaltigkeit und der Blick über die Grenze?
Mit dem Start des Interreg-Projekts „Familiebedrijven – Familienunternehmen fit für die Zukunft“ wird die Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Familienunternehmen, Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und weiteren Unternehmensbegleitern in Overijssel und dem Münsterland gezielt ausgebaut. Das Projekt läuft von Juni 2026 bis Juni 2029 und soll Familienunternehmen dabei unterstützen, neue Perspektiven für Nachfolge, strategische Entwicklung und nachhaltiges Wachstum zu entwickeln.
Im Mittelpunkt des Projekts steht zunächst eine grenzüberschreitende Untersuchung zu Gemeinsamkeiten, Unterschieden und konkreten Bedarfen von Familienunternehmen in Deutschland und den Niederlanden. Auf dieser Basis werden Fokusgruppen aufgebaut, in denen Familienunternehmen beider Länder in einen intensiven Austausch treten. Themen sind unter anderem Unternehmensnachfolge, Generationswechsel, Strategie, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Marktchancen im Nachbarland.
Auch Intermediäre wie Wirtschaftsförderungen, Beratungsstellen, Banken und weitere Unternehmensbegleiter werden aktiv eingebunden. Sie sollen die Projektergebnisse aufnehmen und langfristig in ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote übertragen. Geplant sind unter anderem Workshops, Leitfäden und Schulungsmodule, damit die entwickelten Methoden auch über die Projektregion hinaus genutzt werden können.
Auf deutscher Seite bringt sich die WFG für den Kreis Borken gemeinsam mit weiteren Partnern in die Ansprache und Begleitung von Familienunternehmen und Intermediären ein. Ziel ist es, Betriebe aus der Region für den grenzüberschreitenden Austausch zu gewinnen und ihnen den Zugang zu neuen Impulsen, Kontakten und Lösungsansätzen zu erleichtern.
Das Projekt wird im Rahmen von Interreg VI A Deutschland-Nederland umgesetzt. Es trägt dazu bei, Grenzbarrieren abzubauen, regionale Netzwerke zu stärken und die Zukunftsfähigkeit kleiner und mittlerer Familienunternehmen im deutsch-niederländischen Wirtschaftsraum zu sichern.
Weitere Informationen und Kontakt:
Ingo Trawinski
Tel. 02561 / 97999 20