ReNET-EV
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Regionale Netzdienliche Energieverbuende in Gewerbegebieten
Gronau-Ost und I-Park Bocholt als Pilotgebiete für eine nachhaltige, wirtschaftliche und kooperative Energieversorgung
Steigende und stark schwankende Energiekosten, unsichere Versorgungslagen und wachsende Anforderungen an den Klimaschutz stellen viele Unternehmen aktuell vor große Herausforderungen bei der Energieversorgung. Auf der anderen Seite sehen sich Investoren in PV- und Windenergieanlagen mit niedrigen oder sogar negativen Einspeisevergütungen und/oder Abregelungen der Netzeinspeisung konfrontiert. Individuelle Maßnahmen zur Verbesserung dieser Situationen stoßen dabei oft an Grenzen.
Über das Förderprojekt „ReNET-EV – Regionale netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten“ möchten die Projektpartner deshalb gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort Lösungen erarbeiten, die über den einzelnen Betrieb hinausdenken und eine nachhaltige, wirtschaftliche und kooperative Energieversorgung ermöglichen.
Das Projekt ReNET-EV adressiert die klimafreundliche Transformation von Gewerbegebieten im Münsterland. Zehn Pilot-Standorte werden hinsichtlich ihrer Energiebedarfe, Potenziale und Infrastrukturen untersucht und zu digitalen Zwillingen modelliert, um optimale Versorgungskonzepte zu ermitteln. Parallel dazu werden geeignete kooperative Anreiz- und Betreiberstrukturen konzeptionell entwickelt, die den notwendigen Investitionsaufwand verteilen und Anreize für den großflächigen Einsatz erneuerbarer Energien schaffen. Durch die breite Streuung der Pilot-Gebiete in Lage, Status und Unternehmensstruktur ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Standorte innerhalb NRWs gewährleistet. Dies leistet einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung, Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas zu entwickeln.
Im Kreis Borken sind die Gebiete Gronau-Ost sowie der I-Park Bocholt vertreten. „Mit der Analyse der Energiedaten ansässigen Unternehmen schaffen wir die Grundlage für eine detaillierte technische Modellierung der Standorte und die Entwicklung passgenauer Konzepte zur klimafreundlichen Transformation“, erklärt Renate Warmers, die das Projekt für die WFG betreut. „Das Potential dafür ist gerade in Gewerbegebieten groß. Hier sind Unternehmen mit verschiedenen Energiebedarfen – Strom, Wärme, Kälte, Mobilität – nah beieinander. Synergieeffekte wie beispielsweise bei der Nutzung von Abwärme, dem gemeinschaftlichen Einsatz von Wärmepumpen, Stromspeichern oder der Koordination von Spitzenlasten lassen sich gut realisieren.“
Neben der WFG für den Kreis Borken sind an dem Projekt die Wirtschaftsförderungen für die Kreise Coesfeld, Steinfurt und Warendorf, die Wirtschaftsförderung der Stadt Münster, die RIZM Energy sowie die FH Münster beteiligt. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, startete am
1. April 2026 und wird mit 1,5 Mio. Euro aus dem EFRE/JTF-Programm NRW gefördert, das von der Europäischen Union kofinanziert wird.
Kontakt
Renate Warmers
Master of Science (M. Sc.)
- Innovationsberatung
- +49 2561 97999 43
- warmers@wfg-borken.de