Wann kommt die Humanoide Robotik? – Fokusgruppe Robotik bei Kemper Maschinenfabrik

Wie nah sind wir eigentlich an der Fabrik, in der humanoide Roboter selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehören?

Mit dieser spannenden Frage beschäftigte sich die aktuelle Fokusgruppe Robotik der WFG Kreis Borken bei der Maschinenfabrik Kemper in Stadtlohn.

Nach der Begrüßung durch Bernd Liesbrock (WFG Kreis Borken) gaben Benjamin Brill und Stefan Lemm einen beeindruckenden Einblick in die Entwicklung und Innovationskraft der Maschinenfabrik Kemper. Besonders spannend war zu sehen, welch starke Rolle der Standort Stadtlohn innerhalb des John Deere Konzerns hat und wie konsequent hier Zukunftstechnologien vorangetrieben werden.

Anschließend zeigte Prof. Dr. Sebastian Thiede von der Universität Twente, welche Robotikanwendungen bereits heute in Forschung und Entwicklung entstehen. Für viele Teilnehmer war es überraschend zu sehen, welche Kompetenzen und Möglichkeiten sich nur wenige Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze befinden. Gleichzeitig wurde deutlich, welches Potenzial eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmen bietet. 🇩🇪 – 🇳🇱

Ein besonderes Highlight war der Impulsvortrag von Tobias Trunk (John Deere) zum Thema humanoide Robotik. Er gab spannende Einblicke in die Strategie und Aktivitäten des Konzerns und zeigte auf, welche Chancen diese Technologie bietet. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich: Der Weg bis zum breiten industriellen Einsatz ist noch anspruchsvoll und erfordert viele Entwicklungsschritte. Genau diese realistische Einschätzung machte den Vortrag besonders wertvoll.

Passend dazu stellte die WFG das neue grenzüberschreitende Interreg-Projekt „Future RobotiX“ vor. Gemeinsam mit der Universität Twente und der Westfälischen Hochschule Bocholt sollen künftig konkrete Anwendungsfälle in Unternehmen der Region entwickelt und erprobt werden. Ziel ist es, humanoide Robotik dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert für den Mittelstand schaffen kann.

Den Abschluss bildete die Werksführung durch die Produktion der Maschinenfabrik Kemper. Die Teilnehmenden erhielten exklusive Einblicke in moderne Fertigungsprozesse und konnten zahlreiche Automatisierungslösungen live erleben.

Beim anschließenden Networking wurden die vielen Eindrücke intensiv diskutiert und neue Kontakte geknüpft.

Die Resonanz auf die Fokusgruppe Robotik zeigt erneut: Das Interesse an Robotik, Automatisierung und KI in unserer Region ist groß. Deshalb wird die WFG das Format auch künftig fortsetzen – mit weiteren spannenden Unternehmen aus dem Kreis Borken und vielen neuen Einblicken in die Produktion von morgen.

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